Unsere Gesamtkirchengemeinde

Geistliches Wort
 

Monatsspruch März 2016

Jesus Christus spricht:
„Wie mich der Vater geliebt hat,
so habe auch ich euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!“

(Johannes 15, 9)

Liebe Leserin, lieber Leser,


Auf welche Lebenswirklichkeit trifft der Monatsspruch? Wie leben wir, die diesen Monatsspruch lesen oder in einem Gottesdienst oder einer Gruppe hören? Was macht dieser Dreischritt der Liebe mit uns?

Ein Begriff, der mir in letzter Zeit immer wieder über den Weg läuft, ist „Resilienz“, die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne nachhaltige seelische Schäden zu bewältigen.

Schwierige Lebenssituationen, wer kennt sie nicht? Und wer kennt nicht das Gefühl von Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, sozialem Rückzug, Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen. Gibt es heute mehr Menschen als früher, die das an sich wahrnehmen, die eventuell psychisch erkranken? Oder schaut man heute nur genauer hin? Es sind viele, die einzelne oder mehrere dieser Symptome kennen.

Die Resilienzforschung nennt schützende Funktionen, die die seelischen Widerstandskräfte stärken und bei der Bewältigung der schwierigen Lebenssituationen helfen. Genannt wird immer wieder: Dem Menschen sollen Achtung und Aufmerksamkeit entgegengebracht werden – und zwar als Person, so wie er ist – und nicht wegen seiner Leistungen – und egal wo er herkommt - und wo er hin will. Wertschätzung ist das Zauberwort, den Einzelnen sehen – als Einzelner gesehen werden. Jesus wusste das!

Und genau da sind wir bei unserem Monatsspruch:

Er berührt im Kern die Botschaft Jesu. Die Menschen, die damals die Worte aus dem Johannes-Evangelium hörten oder lasen, waren in einer schwierigen Situation. Vieles war im Umbruch, man wusste nicht wie es weitergeht. Zu hören, Jesus fühlt sich ganz eng mit uns verbunden, das gab Kraft – und war gleichzeitig Auftrag. Menschen sind für Jesus eine Herzensangelegenheit. Das konnten sie spüren.

Befreiend, wenn es heute gelingt, diese gute Botschaft in unsere Ohren und Herzen hinein zu sprechen, so dass es Ihnen und mir ein Trost und Ansporn ist, von Jesus zu hören:

„Wie mich der Vater geliebt hat,
so habe auch ich euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe!“

Ihre Pfarrerin

Esther Rapp-Aschermann